Der CAT-Test: was drankommt

· Lesezeit etwa 4 Minuten

Was der Test ist

Der CAT-Test ist ein Eignungstest am Computer. Er gehört zur Musterung und zum Assessment. Das Gesetz erlaubt bei der Musterung Eignungsuntersuchungen mit psychologischen Testverfahren (§ 17 Abs. 8 WPflG); genau das ist der CAT.

Du bearbeitest ihn allein in einem ruhigen Raum im Karrierecenter. Nach dem Test gibt es ein Gespräch mit der Testleitung oder mit psychologischem Personal. Der Umfang hängt nach dem Erfahrungsbericht der Bundeswehr von Laufbahn und Verpflichtungsdauer ab. Wie der Test bei Personen ohne Interesse aussieht, ist nicht veröffentlicht.

Welche Aufgabenarten drankommen

Laut bundeswehr.de deckt der Test diese Bereiche ab:

Der Kandidat im Erfahrungsbericht der Bundeswehr nennt zusätzlich Rechtschreibung und „Mathe-Basics“. Sein Fazit: Der Test sei nicht so schwer gewesen wie befürchtet, die Vorbereitung habe sich aber gelohnt. Ein Oberstleutnant sagt im Interview, wer von der Schule oder aus einer Ausbildung kommt, könne den Test bewältigen.

Was die Bundeswehr nicht veröffentlicht

Ehrlich gesagt ist das eine ganze Menge. Nicht veröffentlicht sind: die Dauer des Tests, die Anzahl der Aufgaben, welche Aufgabenarten für welche Laufbahn drankommen, die Aufgaben selbst und die Grenzen, ab wann ein Ergebnis für welche Verwendung reicht.

Deshalb gilt: Niemand außerhalb der Bundeswehr kennt die Aufgaben. Auch Angaben zu Testdauer, Adaptivität oder Gültigkeit des Ergebnisses, die im Internet kursieren, sind nicht amtlich belegt.

Wer einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt hat, für den trifft das Karrierecenter keine Feststellung zur Eignung für bestimmte Verwendungen (§ 16 Abs. 2 Satz 2 WPflG). Ob der Test dann entfällt oder verkürzt wird, ist nicht veröffentlicht. Wer als nicht wehrdienstfähig eingestuft wird, dessen Testdaten werden gelöscht (§ 17 Abs. 9 WPflG).

Der offizielle Probetest

Die Bundeswehr stellt im Digitalen Karrierecenter einen kostenlosen Assessment-Trainer bereit: fünf Kategorien, 25 Fragen in zufälliger Reihenfolge, 20 Minuten mit sichtbarem Countdown. Die Bundeswehr sagt selbst, dass er nicht mit dem echten Test identisch ist und die Auswertung unverbindlich bleibt.

Trotzdem zeigt er dir am besten, wie der Test ungefähr aussieht. Du findest ihn unter https://www.bundeswehrkarriere.de/dialog/digitales-karrierecenter/assessment-trainer

Zwei Ratschläge stammen direkt aus diesem Trainer: schnell antworten und bei Unsicherheit raten, statt Zeit zu verlieren. Für das Gespräch danach rät die Bundeswehr: ehrlich und authentisch sein, nichts auswendig lernen.

Was diese App bietet

Im CAT-Trainer (Tab „Üben“) findest du eigene Übungsaufgaben in den Aufgabenarten des CAT-Tests: Logik, Konzentration, räumliches Vorstellen, Mustererkennung, Rechnen unter Zeitdruck, dazu weitere Aufgabenarten, die in Auswahltests üblich sind, etwa Merkfähigkeit und Wortbedeutungen.

Die Aufgaben stammen aus unserem eigenen Pool. Sie sind keine Aufgaben der Bundeswehr und sagen nichts darüber aus, wie du im echten Test abschneidest. Sie helfen dir, die Aufgabenarten zu kennen und unter Zeitdruck ruhig zu bleiben.

Die ersten 20 Aufgaben kannst du ohne Kauf üben, mit Erklärung des Lösungswegs.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Test?

Das ist nicht veröffentlicht. Nach Erfahrungsberichten im Internet kann es je nach Umfang mehrere Stunden dauern; das ist nicht amtlich bestätigt. Der Umfang hängt von Laufbahn und Verpflichtungsdauer ab. Verbindlich sagt es dir die Karriereberatung oder deine Ladung.

Darf ich einen Taschenrechner benutzen?

Geh davon aus, dass du im Kopf rechnest. Eine offizielle Aussage zu Hilfsmitteln gibt es nicht. Übe die Rechenaufgaben deshalb ohne Taschenrechner.

Kann ich durchfallen?

Für die Frage, ob du wehrdienstfähig bist, zählt die ärztliche Untersuchung, nicht der Test. Für Bewerberinnen und Bewerber fließt das Testergebnis in die Feststellung ein, für welche Verwendungen sie in Frage kommen; die Grenzen dafür sind nicht veröffentlicht.

Was ist, wenn ich kein Interesse habe?

Der Test kann auch dann Teil deiner Musterung sein; wenn das Karrierecenter dich zur Eignungsuntersuchung auffordert, musst du dich vorstellen (§ 17 Abs. 8 WPflG). Wie umfangreich er dann ist, ist nicht veröffentlicht. Sag im Gespräch danach, dass du kein Interesse hast. Das ist eine zulässige Antwort und hat keine Nachteile.

Kann ich den Test wiederholen?

Dazu gibt es keine veröffentlichte Regel. Wer sich später für einen Dienst bewirbt, durchläuft das Assessment im Karrierecenter.

Quellen

Allgemeine Information, keine Rechts- und keine ärztliche Beratung. Unabhängige Lern-App. Keine offizielle App der Bundeswehr oder einer Behörde.